Nachrichten Bild
Hier steht die Überschrift

Ronneburger Keeper entnervt VfB

Eine Meisterleistung vollbrachten Ronneburgs Handballer gegen den bisherigen Tabellenzweiten der Thüringenliga, VfB TM Mühhausen. 36 Sekunden vor Abpfiff markierte Rechtsaußen Richard Vogel mit seinem sechsten Tor den 30:29-Siegtreffer. Die 250 Zuschauer im Hexenkessel Zeitzer Straße jubelten so, als hätte die Koska-Sieben ihren Meistertitel verteidigt.

„Das war eine große Energieleistung; so ähnlich wie in Ziegelheim. Die Stimmung in der Halle hat uns natürlich getragen, wir haben einen enormen Siegeswillen entwickelt. Mit dem Sieg über Mühlhausen hatte ich eigentlich nicht gerechnet“, sagte Coach Stefan Koska. Die Startphase war von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Bei den Gastgebern war Neuzugang Seime am Kreis sofort in das Spiel eingebunden, tat sich allerdings zunächst mit seinen Abschlüssen schwer.

In guter Form präsentierte sichindes Torwart Weihrauch, der mit tollen Paraden in Serie den HSV vor einem Rückstand bewahrte. Immer wieder machte er sich bei freien Mühlhäuser Würfen groß und wehrte die Versuche ab.

 

Bei einer Auszeit beim 4:4 wies Trainer Koska seinem Team im Angriff neue Wege. Man verteilte die Verantwortung auf mehrere Schultern, so dass selbst eine Manndeckung gegen ChristopherStölzner nicht weiter ins Gewicht fiel. In die Kabinen ging es mit einem 13:12 für Ronneburg.

Nach dem Wiederbeginn musstedie Koska-Sieben zunächst der hohen Intensität Tribut zollen – Mühlhausen ergriff die Initiative. Beim 21:24 (45.) schienen sich die VfB-Handballer absetzen zu können. Doch die Ronneburger ließen sich nicht beirren; nach Steins Siebenmeter war alles wieder offen (28:28/54.).

In den letzten Minuten herrschte Flaute. Als Christopher Stölzner nur die Latte traf, nahm Vogel den Ball auf und vollendete (60.). Auf der anderen Seite war es dann der zwischen die Pfosten gerückte Seidemann, der mit zwei parierten freien Bällen den Ronneburger Heimsieg festhielt.

„Es hat leider das Quäntchen Glück gefehlt. Zum Schluss sind wir zu hektisch geworden“, sagte VfB-Vorstand Ronald Fernschild.

Quelle TA: Jens Lohse und Thomas Stecher / 07.11.17

Zurück